Yoga & vegan — wie das Yvonne kombiniert

Heute darf ich Euch das schriftliche Interview mit Yvonne vorstellen. Auch hier gibt es wieder unglaublich interessante Aspekte zu entdecken und vielleicht inspiriert es ja den ein oder anderen doch mal eine Yogastunde auszuprobieren. Vielen Dank Yvonne, das wir einen Einblick in dein Leben bekommen dürfen!

Wie heißt du und wie alt bist du (in etwa ;])? 

Yvonne und ich werde im August 41.

Seit wann ernährst du dich vegan / roh?

Vegan seit dem 11.02.2013 – zu 100% beim Selbstkochen mit sehr seltenen Abweichlern beim Fremdessen – wenn bei der Party Käse am Salat ist, pick ich ihn nicht mühsam raus und esse auch Kuchen mit Eiern, wenn sonst nix da ist und ab und an esse ich an der Küste Fisch.

Roh hat einen großen Anteil bei mir, vor allem im Sommer. 100% bin ich nicht, aber ich weiß, wie es geht. Habe bei der wunderbaren Petra Birr eine Ausbildung zum Ernährungsberater für Vitalkost gemacht. Petra hat viele Jahre in einem RohInstitut gearbeitet und durch ihr Wissen konnte sie viele Zusammenhänge vermitteln.

Was hat das für dich in Bezug auf dein Körpergefühl geändert?

Ich hab schon immer viel gekocht und bunt gegessen, war zum Glück nie der große Fan von Überbackenem oder Frittiertem. Der Schritt ins Vegane hat mir eher noch mehr Türen zu spannenden Lebensmitteln geöffnet (Pastinake hab ich völlig neu für mich entdeckt) und meine Teller noch bunter gemacht. Wobei Vegan nicht zwingend für Gesund steht, vor allem nicht im Connewitzer Gastroangebot ;-))))

In Puncto Körpergefühl ist Roh natürlich der Renner – gerade während meiner Ausbildung hab ich zu 100% gegessen und hatte Energie wie ein Tornado.

Und da wir gelernt hatten, was Heilkrisen sind und wie man mit diesen umgeht, kann ich auch nicht klagen.

Somit weiß ich was ich tun muss, um mich fit zu fühlen, aber auch, was hilft, wenn ich mal gelumpt habe – was aber auch dazu gehört (Essen ist Psyche!).

Wie hat es dein Körperbewusstsein verändert?

Die Vitalkost Ausbildung hat mir viele Prozesse im Körper (wenn sie eintreten) erklärbar gemacht.

z.B. was passiert, wenn ich morgens das Weissbrötchen + Aufstrich esse oder im Vergleich zum Grünen Saft.

Also mit der Beschäftigung von Nahrung und deren Funktion bzw. auch Disfunktion im Körper hab ich automatisch eine viel stärkere Körperwahrnehmung erhalten. So merke ich auch deutlich, wenn mein Körper nach bestimmten Stoffen schreit, wie er davon zu wenig bekommt. Und das tut er sehr deutlich, da ich ihm die guten Stoffe bereits einmal angeboten habe.

Was nicht mehr so stark ist – das schlechte Gewissen – also der Einfluss von Psyche auf Nahrung. Wer mir nach einem Veggie-Burger und Pommes ist, dann ess ich das mit Genuss und trinke halt am Folgetag schöne Säfte. Und so habe ich auch nicht gleich nach dem Burger böse Magenkrämpfe (bei einer kleinen Portion!) wie Kollegen – ich denke, da passiert auch ganz schön viel im Kopf.

Wann hast du mit Yoga angefangen und wieso?

Yoga mache ich seit ca. 20 Jahren mit ein paar Unterbrechungen. Wieso weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Ich war Mitglied in einem Turnverein und plötzlich gabs Yoga. Ich glaube, wir haben es einfach mal getestet.

Was hat sich durch Yoga bei dir getan?

Die vorletzte Yogalehrerin hatte ich sehr lange, fast 7 Jahre. Sie hatte einen großen Anteil an Vor- und Entspannung – also war Yoga für mich zur Ruhe kommen. Ich arbeite ja immer noch in der Werbung und seinerzeit mit großen Kunden und viel Zeitdruck.

Seit ca. 1,5 Jahren mache ich Iyengar Yoga und bin sehr angetan davon. Obwohl ich schon lange Yoga praktiziere, lernte ich einige Asanas neu kennen.

Yoga erdet mich, macht mich gerade und lässt mich atmen. Und vom Kopfstand werd ich glücklich – fast so, wie beim Trampolin springen.

Um den Bogen zur Ernährung zu schlagen – Ich hab meine Projektarbeit über den Säure-Basen-Haushalt geschrieben und eins allein reicht nicht – ich kann noch so gesund essen, wenn ich mich nicht bewege, atme und zur Ruhe komme – ist mein Körper auch sauer!

Hast du auch angefangen zu Meditieren und wenn ja: wann und warum?

Immer mal wieder – auch in Verbindung mit Yoga – vor einiger Zeit hatte ich den Drang, es auch täglich zu tun, um Ruhe in den Karton zu bekommen. Ich bin gerade wieder etwas nachlässig, möchte aber unbedingt wieder damit beginnen. Den Tag mit 10 Minuten Gedankendurchspülen in der Morgensonne zu starten ist Gold wert.

Hat sich dadurch deine Spiritualität verändert? Wenn ja: wie?

Ich hab sie lange in einer Schachtel im Schrank gehabt und langsam kommt sie wieder zum Vorschein. Durch das Meditieren, durch meinen Weg in die Ausbildung lerne ich viele neue sehr spirituelle Menschen kennen und auch Freunde, die man ewig kennt, öffnen sich plötzlich und erzählen von ihren Impulsen. Ich gehe wacher durch die Welt und lasse Dinge geschehen.

Und mein Papa ist letztes Jahr unerwartet gestorben und ein solches Erlebnis macht dich empfänglicher für das wirklich Essentielle im Leben.

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Auch Yvonne war so lieb auch noch ein paar persönliche Fragen über sich preiszugeben, wer möchte liest einfach weiter, denn es bleibt spannend :). 

Wie heißt du? Hast du einen Spitznamen, wie bist du zu diesem gekommen?

Yvonne – Spitzname Yve, weil es mehrere Yvonnes gab.

Nach welchem Ernährungskonzept richtest du dich, wieso hast du genau das ausgesucht?

Vegan aus Ethischen Gründen … (es gab einfach den Moment, an dem ich mehr Vegetarisch essen wollte und je mehr man sich damit beschäftigt, dann ist Vegan einfach der richtige Weg)

und ansonsten viel Frisches, weil es mir gut, es viel Energie gibt und mir schmeckt.
Ich habe kein striktes Muster, außer das nichts extrem seien sollte, man sich nicht verrückt macht und versucht, auf den Körper zu hören.

Welchen Auslöser gab es, weshalb hast du dich für deine Art der Ernährung entschieden?

Gefühl – es war einfach da und dann musste ich vegan werden. Roh war Part der Ausbildung und einmal die Power gehabt, kann man schon süchtig werden.

 Welche „Machen- und Nichtmachen-Erfahrungen“ hast du während deiner Umstellung gemacht und gibt es dazugehörige Tipps?

Entspannen und langsam machen. Man muss nicht alle Bücher gelesen haben und jedes Gerät besitzen. Ich bin anfangs wie ein D-Zug durch die Welt der Ernährung gelaufen und wollte alles gleich wissen. Die Ausbildung hat mich geerdet und Ruhe reingebracht.

Ich bin auch weg von den Nährstofftabellen. Sie sind interessant für einen Überblick, aber man muss sich nicht verrückt haben, wenn man eine Woche mal zu wenig von A oder B gegessen hat. Besser lernen, wieder auf den Körper zu hören. Und ab und an mal fasten.

Wir hatten während der Umstellung Kassia und Heilerde und viel gutes Wasser – diese drei Heiligen kann ich nur jedem bei einer Umstellung empfehlen.

 


 

Was ist dein Lieblingsrezept? Wie bereitet man das zu?

Oh Gott, es gibt so viele. Habe von Erathsprout ein rohes Frühstück entdeckt, dass ich sehr mag.

Grüne Linsensprossen mit Avocado, Ingwer, Kardamon und Apfel als Porridge. Coole Mischung aus Herzhaft-Süss.

Und ich liebe das rohe ChiliSinCarne von Juditha Wignall – ich mache es etwas einfacher mit keinem Zwischendören und nicht allen Gewürzen. Rezept müsste ich nachreichen, bin in der Bahn.

 

Hast du ein Lieblingmantra? Wieso genau dieses?

Bei Yoga singen wir eins zum Abschluss „lokah samastah sukhino bhavantu“ das finde ich sehr schön

Dann hatte ich eins auf einer CD, die ich beim Reisen gerne höre. Grace” von “Snatam Kaur” heisst die CD, das Mantra Ong Namo.

Warum? Weil sie schön sind.

Mantras kommen noch – sind schon auf meiner Wunderlist 😉

 

Was ist dein gestecktes Ziel?

Meine beruflichen Weg in die Welt der Ernährung finden und andere Menschen damit glücklich machen.

 

Welches Thema beschäftigt dich gerade besonders und warum?

Säure-Basen-Haushalt – beschäftigt mich seit meiner Projektarbeit, da es so ganzheitlich ist.

 

Hast du ein Vorbild? Welches oder wer ist es und warum?

Ach Gott, Vorbilder nicht wirklich. Ich würde sie Impulsgeber bezeichnen und davon gibt es viele.

Petra Birr – meine Ausbilderin natürlich, ich mag die Blogs „My new roots“ und „Earthsprouts“, da sie das Essen erzählen und eine schöne Erdung haben, „Green Kitchen Stories“ für eine geniale Umsetzung ihrer Rezepte (Buch, App, Videos, etc.), FullyGoesRaw für so viel Herz, Kriss Carr für noch mehr Herz, Marie Foleo für gelungene Marketing Anregungen … und es werden täglich mehr – nicht zu vergessen, mein privates Umfeld, was mich nährt.

 

Was möchtest du den Lesern gern noch mit auf Ihren Weg geben / mitteilen?

Seid kreativ, geht auf den Markt, lasst Euch inspirieren, beist einfach mal rein, und schaut wie es schmeckt.
Freut Euch übers Essen und entspannt Euch im Bezug auf Richtlinien und Regeln, manches fließt dann einfach besser.

 

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© Mein Weg in die Gesundheit 2020 - Copyright by Sophia Kröhner || Die Beratung bei mir möchte an die Eigenverantwortung sich selbst gegenüber appellieren und ersetzt nicht den Weg zum Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen.

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