Warum Hypothermie (Unterkühlung) gefährlicher ist, als Pyrexie (Fieber)_Teil 1

Es liegt mir am Herzen Euch über das Thema Unterkühlung aufzuklären, denn viele von uns sind chronisch unterkühlt, merken es nicht und schaden sich dadurch immens.

Medizinisch geht eine Unerkühlung bei weniger als 35°C los (siehe unten bei *1)…aber wir Menschen müssen doch eine Betriebstemperatur von 37°C erreichen, damit unser Organismus einwandfrei und störungsfrei funktionieren kann. Und gerade die 2°C machen echt viel Unterschied. Wieso, das möchte ich etwas erläutern.

 

*1 Symptome und Verlauf von Unterkühlung

Bei einer Unterkühlung werden mit zunehmendem Grad der Abkühlung folgende Phasen mit unterschiedlichen Symptomen unterschieden:

  • Leichte Unterkühlung: Die Körpertemperatur liegt zwischen 32–35 °C. Durch Muskelkontraktionen (Zittern) versucht der Körper, die Wärme im Zentrum zu konzentrieren. Dadurch kühlt die äußere Hülle ab und es können leichte Erfrierungen entstehen. Herz- und Atemfrequenz steigen. Verwirrung oder Schwierigkeiten beim Sprechen sowie apathische Zustände sind feststellbar.
  • Mittlere Unterkühlung: Die Körpertemperatur liegt zwischen 28–32 °C. Der Körper ist bemüht, seine Wärmeressourcen zu schonen. Dadurch verlangsamen sich alle Körperfunktionen, das Zittern stellt sich ein, Blutdruck und Herzschlag sinken. Durch die Unterversorgung arbeitet auch das Gehirn nur noch stark eingeschränkt.
  • Schwere Unterkühlung: Ab einer Körpertemperatur unter 28 °C versagen die Körperfunktionen. Die Folgen sind Bewusstlosigkeit, Kreislaufstillstand sowie Atemstillstand.

Diagnose von Unterkühlung

Die Diagnose einer starken Unterkühlung ist basierend auf den Bedingungen, unter denen eine Person aufgefunden wurde, meist offensichtlich. Die Symptome einer Unterkühlung bei einem Säugling sind leuchtend rote, kalte Haut und ein sehr geringer Energieverbrauch. Die genaue Bestimmung der Körpertemperatur (rektal) erfordert oft ein spezielles Tieftemperatur-Thermometer, da die meisten Fieberthermometer unter 34,4 °C nicht genau messen.

Bei Einsatz eines EKG zeigen sich signifikante Ausschläge (Osborn J-Welle). Da bei einer Unterkühlung die Herzfrequenz sehr langsam sein kann, ist ein längeres Abtasten vor der Erfassung eines Impulses nötig. Ärzte erklären unterkühlte Patienten in den meisten Fällen so lange nicht als tot, bis der unterkühlte Körper wieder eine normale Temperatur erreicht hat, da eine extreme Unterkühlung die Funktion von Herz und Gehirn unterdrücken kann.

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