Süßkartoffeln

Mein Herz schlägt schneller, wenn ich an Süßkartoffeln denke, ich liebe sie einfach. Ich habe ein paar Infos zusammengetragen, denn diese Wunderknolle ist nicht nur unglaublich lecker, sondern auch total gesund!

Süsskartoffeln sind keine Kartoffeln

Süsskartoffeln werden gelegentlich auch Batate genannt und sind eigentlich gar keine Kartoffeln. Süsskartoffeln sind zwar Knollen, die in der Erde wachsen, doch haben sich damit die Gemeinsamkeiten mit unseren altbekannten “Erdäpfeln” auch schon nahezu erschöpft. Die üblichen Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, während die Süsskartoffel ein Windengewächs ist und damit zu einer ganz anderen botanischen Familie gehört.

Caiapo – Der Stoff, der Grosses vollbringt

In der Süsskartoffel steckt ein Stoff namens Caiapo. Man entdeckte ihn folgendermassen: In einer Region in Japan (Kagawa) werden besonders viele Süsskartoffeln gegessen. Dort isst man die Süsskartoffel ausserdem roh. Gleichzeitig schien die örtliche Bevölkerung Krankheiten wie Blutarmut, Bluthochdruck und Diabetes nicht zu kennen.

Diese Tatsache erweckte die Neugier einiger Forscher, darunter auch der Wissenschaftler des CNR (Consiglio Nazionale delle Ricerche, Nationaler Forschungsrat von Italien in Padua. Diese fanden in Zusammenarbeit mit der Universität Wien die Ursache für die wohltuende Wirkung der Süsskartoffel heraus. Sie identifizierten die Substanz Caiapo. Sie ist hauptsächlich in der Schale der Batate enthalten.

Süsskartoffeln bei Diabetes und hohen Cholesterinwerten

Versuche mit Caiapo zeigten daraufhin, dass Personen, die an Diabetes mellitus vom Typ II litten, eine Senkung ihres Nüchternblutzuckerspiegels erlebten. Ausserdem sanken die Cholesterinwerte und das Blut verbesserte sich. Insgesamt führte all das zu einer deutlichen Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes der freiwilligen Studienteilnehmer. Die Ergebnisse der Studie wurden in Diabetes Care, der offiziellen Zeitschrift der Amerikanischen Diabetes Vereinigung (American Diabetes Association), veröffentlicht.

Süsskartoffeln sind prall gefüllte Vitalstoff-Pakete

In Süsskartoffeln sind ausserdem viele Nähr- und Vitalstoffe enthalten. Ihre rosarote bis gelborange oder sogar violette Färbung verdankt die Süsskartoffel bestimmten sekundären Pflanzenstoffen wie etwa den Carotinoiden und Anthocyanen. Anthocyane sind hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale entlarven und somit über eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung verfügen.

Ja, sie sind in dieser Hinsicht sogar dem Vitamin C und dem Vitamin E überlegen. Auch Carotinoide gehören in die Gruppe der Antioxidantien und können Krebs, Arteriosklerose, Rheuma, Alzheimer, Parkinson, Grauen Star, Alterung etc. vorbeugen helfen.

Süsskartoffeln sind ausserdem eine gute Quelle für Mineralstoffe und Vitamine. Mangan, Folat, Kupfer und Eisen sind reichlich in der rosa Knolle enthalten. Dazu die Vitamine C, B2, B6 und E sowie Biotin (Vitamin H), das Ganze geschmückt mit hochwertigen Ballaststoffen – und schon ist ein grossartiges Lebensmittel geschaffen.

10 Gründe, weshalb wir mehr Süsskartoffeln essen sollten:

1. Süsskartoffeln enthalten Antioxidantien

Süsskartoffeln sind ungewöhnlich reich an Antioxidantien. Sie wirken im Körper vorbeugend gegen Entzündungen und damit auch gegen Probleme, die auf Entzündungen zurück zu führen sind, wie z. B. Asthma, Arthritis, Gicht und viele weitere Leiden.

2. Süsskartoffeln regulieren den Blutzuckerspiegel

Süsskartoffeln sind eine exzellente Quelle für Kohlenhydrate insbesondere für Menschen, die Probleme mit dem Blutzuckerspiegel haben. Dieses saftige Wurzelgemüse kann den Blutzuckerspiegel regulieren und auf diese Weise der Entstehung einer Insulinresistenz vorbeugen.

3. Süsskartoffeln sind ballaststoffreich

Ganz besonders ballaststoffreich sind Süsskartoffeln, wenn sie mit der Pelle gegessen werden. Süsskartoffeln beheben daher nicht nur Verstopfung und fördern eine gesunde Verdauung, sondern beugen ausserdem auch Darmkrebs vor.

4. Süsskartoffeln für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch

Die Süsskartoffel ist ein wunderbares Lebensmittel für Schwangere oder auch für Frauen, die sich ein Kind wünschen. Süsskartoffeln enthalten nämlich sehr viel Folat (natürliche Folsäure), welches für die gesunde Entwicklung von Embryozellen und Embryonalgewebe unverzichtbar ist.

5. Süsskartoffeln mobilisieren die Abwehrkraft

Die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe in der Süsskartoffel stärken ganz nebenbei das Immunsystem.

6. Süsskartoffeln schützen das Herz

Süsskartoffeln sind hilfreich bei der Vermeidung von Herzerkrankungen. Da sie viel Kalium enthalten, können Süsskartoffeln das Auftreten von Herzinfarkten oder Schlaganfällen präventiv bekämpfen.

Kalium sorgt ausserdem für eine gesunde Regulierung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes des Körpers. Auf diese Weise wird der Blutdruck stabilisiert und die Herzfunktionen werden reguliert.

7. Süsskartoffeln lindern Krämpfe und stärken die Muskulatur

Süsskartoffeln sind auch zur Linderung von Muskelkrämpfen zu empfehlen. Kaliummangel ist – gemeinsam mit Magnesiummangel – einer der Hauptgründe für Krämpfe und Muskelverletzungen.

Wenn Sie regelmässig Süsskartoffeln essen (und natürlich ausreichend Sport treiben), werden Sie einen Anstieg Ihres Leistungsvermögens beobachten. Sie werden ausserdem viel seltener an Muskelkrämpfen und anderen muskulären Problemen leiden.

8. Süsskartoffeln sind Stresskiller

Süsskartoffeln sind ziemlich hilfreich, wenn Sie stressbezogene Symptome behandeln wollen. Unser Körper neigt dazu, grosse Mengen an Kalium und anderer sehr wichtiger Mineralstoffe aufzubrauchen, wenn er unter Stress steht.

Süsskartoffeln füllen diese Körpervorräte wieder mit aktiven und bioverfügbaren Anti-Stress-Mineralstoffen auf, so dass der Organismus in der nächsten Stress-Situation wieder aus dem Vollen schöpfen und jedes Problem gelassen angehen kann.

9. Süsskartoffeln laut CSPI das nährstoffreichste Gemüse

Das CSPICenter for Science in the Public Interest(1) benannte die Süsskartoffel als das nährstoffreichste Gemüse überhaupt. Die Süsskartoffel erhielt bei der Bewertung durch das CSPI 184 Punkte für ihren ausgewogenen Nähr- und Vitalstoffreichtum. Damit führt die Süsskartoffel die Liste der gesündesten Gemüse mit deutlichem Abstand an. So erhielt das zweitgesündeste Gemüse (Kartoffel) nur 83 Punkte.

10. Süsskartoffeln als Rohkost

Süsskartoffeln lassen sich sehr gut roh essen. Im Gegensatz zu “normalen” Kartoffeln schmecken Süsskartoffeln in roher Form köstlich süss, saftig und knackig – fast wie eine perfekte Möhre, nur noch ein bisschen besser.

(1) Das CSPI ist eine US-amerikanische unabhängige Non-Profit-Organisation, die mit Informationen rund um die Ernährung die öffentliche Gesundheit zu verbessern versucht.

Quelle
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Hier nun die, wie ich finde leckerste und simpelste Art und weise der Zubereitung: in Stücke schneiden – ich lasse die Schale dran, da stecken wie immer die besten Vitamine und Mineralstoffe drunter – und dann ab in den Ofen bei ca. 200°C pro Seite ca. 10-15 Minuten. 20150818_194201Die Zeitangabe variiert je nach Dicke der Scheiben und nach dem Knusprigkeitsgrad, den du erreichen möchtest. Du brauchst die Süßkartoffel nicht einschmieren mit Öl oder sowas, genieß sie einfach pur, das ist eine Geschmacksexplosion auf dem Gaumen, kann ich dir versichern.20150818_194254
Die auf dem Bild gereichte Tomaten-Paprika-Sauce/-Suppe passte meines Erachtens nicht wirklich dazu, also gab es die vorne weg, bis die Süßkartoffelscheiben sich abgekühlt hatten, dass ich sie essen konnte. 20150818_203112

 

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© Mein Weg in die Gesundheit 2019 - Copyright by Sophia Kröhner || Die Beratung bei mir möchte an die Eigenverantwortung sich selbst gegenüber appellieren und ersetzt nicht den Weg zum Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen.

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