Ein Jahr vegane Rohkosternährung – Ein Rückblick

So, nun ist es soweit, ich habe das erste Jahr mit veganer Rohkosternährung hinter mir. Ich möchte gern einen Überblick geben und so einige Fragen beantworten, die mich beschäftigt haben über das letzte Jahr hinweg. Es ist am Ende doch um einiges mehr Text geworden, als ich gedacht habe, aber wenn ich einmal am Schreiben bin, da gibt’s halt oft kein Halten mehr 🙂 …ich hoffe, ich überfordere Euch nicht mit der Menge an Text ;).

  1. Hat sich meine Ernährung innerhalb des ersten Jahres verändert?

Hier muss ich klar mit: JA antworten. Ich lebe nicht mehr so dogmatisch, wie noch vor 1 Jahr. Ich habe die ersten 3-4 Monate aber auch gar nix auf meinem Speiseplan zugelassen, was irgendwie durch Hitze, Industrie oder andere Verarbeitung verändert wurde. Und gerade innerhalb der ersten paar Monate wäre es so wichtig gewesen, hier ab und an mal einem der Gelüste nachzugehen, denn so habe ich mir das Leben nur unnötig schwer gemacht, ich bin damals oft fast durchgedreht, weil ich nichts gewohnt-gut-richtendes essen „durfte“. Es gab Phasen, da hätte ich viel Böses tun können für ein Stückchen Brot oder eine Scheibe Käse.

Leider habe ich erst nach ein paar Monaten einen Langzeitrohköstler getroffen, der mir sagte, dass es völlig ok wäre, gerade auch am Anfang mal „seinen Gelüsten nachzugehen“,. Und er gab mir auch den Tipp, dass ich ruhig mal (bei Gelüsten nach Käse zum Beispiel) ein Stückchen Käse kosten solle und siehe da: es schmeckt wirklich total übersalzen und gar nicht mehr gewohnt lecker. Das ist tatsächlich der eigentliche Trick, nach einer gewissen Zeit, wenn sich die Geschmacksknospen wieder regeneriert haben und wieder feinfühlig geworden sind, dann schmecken die total überwürzten Speisen, die man „früher so liebte“ auf einmal gar nicht mehr. Noch einfacher ist es hier mit Brot, das wird vermutlich noch in einigen Jahren verführerisch duften, aber schmecken tut es wie n oller Pappkarton: nämlich nach nüschd! Aber auch wirklich nach überhaupt gar nix! Wir haben eben nur gelernt während unserer Prägephase, dass Brotgeruch was Gutes ist… Mehr ist es gar nicht. Man lernt Gerüche mit „Oh wie lecker“ zu verbinden, dabei ist es das meistens gar nicht… aber das ist einen separaten Blogeintrag wert ;).

 

  1. Kannst du Essen überhaupt noch genießen?

 

Die Antwort darauf ist einfach: Ooooh jaaaa, mehr denn je! Seit ich wieder Herrin meiner Geschmacksnerven bin, erlebe ich Nahrungsaufnahme als absoluten Hochgenuss. Es ist auch durchaus möglich, dass ich eine Monomalzeit (nur 1 Lebensmittel pro Mahlzeit) als “oralen Orgasmus” erleben kann 😉 … die Natur hat so viele unglaublich gute Geschmacksrichtungen hervorgebracht, dass es oft gar nicht nötig ist diese zu kombinieren. Da kann es absolut ausreichend sein eine große Portion eines Obstes oder Gemüses zu verputzen und das mehr genießen zu können, als früher ein gesonderes Gericht.

 

 

  1. Was würde ich wieder genauso machen?

 

Also zuerst einmal würde ich immer wieder den Schritt „wagen“ auf Rohkost umzustellen, denn das ist das Beste, was mir ernährungstechnisch geschehen konnte. Ich bin so froh, den Strohhalm zur Heilung durch eine radikale Ernährungsumstellung, ergriffen zu haben. Und ich bin begeistert, dass ich dadurch so positive Erfahrungen gemacht habe, dass ich es tatsächlich nur jedem raten kann, einmal auszuprobieren, egal ob er einen Grund in seinem Leben dafür sieht, oder nicht.

Ich würde wieder versuchen mich nicht verrückt machen zu lassen, von anderen schlauen Menschen, die mit einem „Programm“ wie z.B. Raw till 4 oder 80-10-10 oder sowas gute Erfahrungen gemacht haben. Jeder Mensch ist unterschiedlich und deswegen muss ein Ernährungskonzept, was Person A hilft nicht automatisch Person B genauso gut tun. Auch würde ich wieder nix auf „Befürchtungen“ Anderer geben und auch solche Sätze wie „oh krass, ja ich könnte sowas ja nich, dafür liebe ich xyz viel zu sehr, darauf könnte ich nicht für immer verzichten“ ignorieren. Ich habe immer auf mein eigenes Bauchgefühl gehört, habe meinen Stiefel durchgezogen und damit geht’s mir soo bombastisch gut, dass ich versuchen muss meine Euphorie diesbezüglich sehr im Zaum zu halten, wenn bei einem Gespräch das Thema auf die Ernährung zu sprechen kommt, denn man fängt schnell an in den „Belehrungsmodus“ zu schalten und das ist immer uncool für die anderen ;). Man muss im Auge behalten, was man durch eine Ernährungsumstellung gewinnt, nicht das, was man angeblich verliert. Was du verlierst, sond nur schlechte Gewohnheiten, die dich über kurz oder lang krank machen.

 

  1. Was würde ich anders machen?

 

Ich würde, wie schon einmal oben erwähnt, nicht mehr so dogmatisch an die ganze Umstellung rangehen, dann wäre es mir vermutlich um einiges leichter gegangen, Lebensmittel auf die ich wochenlang Appetit hatte, einfach zwischendurch zu kosten, dann hätten diese sich schnell erledigt und der Gedanke an dieses Lebensmittel wäre schneller wieder aus den Gedanken verschwunden, und ich hätte schneller wieder gute Laune gehabt, denn ein Mensch mit Heißhunger/Appetit ist echt kein netter Zeitgenosse. Ein großer Dank geht hiermit an meinen Enno, dass er all diese Launen ertragen und so stoisch hingenommen hat!

 

  1. Mit Rohkost wird mach doch nicht satt, oder?

 

Also zuerst einmal kann es ja wohl den anderen egal sein, ob ich satt werde, oder nicht und dann ist es nun wirklich nicht schwierig seinen Hunger zu stillen. Gut, in den ersten 3 Monaten wirst du vielleicht ab und an das Gefühl haben, das dir etwas fehlt, aber du kriegst den Bogen irgendwann raus, welche Nahrungsmittelkombinationen und –mengen für sich richtig und gut sind.

Ich hätte es auch nicht gedacht, aber ich habe auch viel mehr gegessen, als nötig, denn ich habe den althergebrachten Konfessionen gefrönt: ich aß zu den üblichen Zeiten Frühstück, Mittagessen, (im schlimmsten Fall noch Vesper), Abendessen. Doch, wenn ich mal wirklich so viel zu tun hatte, dass ich nicht über die typischen Essenszeiten nachdenken konnte, ist mir aufgefallen, dass ich max. zweimal pro Tag wirklich Hunger/Appetit hatte. Und mittlerweile brauche ich abends nur noch eine Ersatzbefriedigung für den „oh riecht das gut, was sich mein Freund da gekocht hat“-Anfall. Dafür gibt’s aber auch tolle Alternativen, da muss es nicht immer die mega große Salatschüssel sein, da reicht auch n Schüsselchen Amaranthpopkorn und alles ist gut, oder eine Banane. Das Hirn ist beruhigt, den man hat was zum Kauen, der Magen ist wieder beschäftigt und das Leben geht fröhlich weiter.

Klar hab ich am Anfang auch irre Mengen verdrückt, da könnte man vermutlich im Normalfall ne vierköpfige Familie von satt bekommen, aber ich habe gehört, dass das völlig normal sei, da die Umstellungsphase tatsächlich eine große Herausforderung für den Körper darstellt. Ist ja auch irgendwie logisch, denn der gesamt Organismus muss sich erstmal umstellen von gekochter Mischkost auf Rohkost. Das ist eben nicht einfach und das sollte man sich auch zugestehen.

Mittlerweile schaut mein Mängenverhältnis ungefähr so aus: 1-2 Portionen zum Frühstück, 1 großer Salat zum Mittag, 2-3 Portionen über den Nachmittag verteilt – das war‘s.

 

  1. Mit welchen Komplikationen muss während der Umstellungsphase rechnen?

 

Zuerst einmal muss gesagt werden: du machst in den ersten 3 Monaten eine radikale Umstellung mit, deine Organe und vor allem dein Kopf müssen sich erstmal auf die angebotenen Lebensmittel einstellen. Nach einer gewissen Zeit (das ist tatsächlich von Mensch zu Mensch verschieden) fängt dann dein Körper an zu entgiften. Hier schmeißt der Körper Mist raus, den er irgendwo abgelagert hat – dieser Prozess dauert bis zu Jahrzehnten, also erwarte keine Wunder!…das kann echt viel sein, je nachdem wovon du dich und vor allem wie lange ernährt hast. Hier kann es zu den unterschiedlichsten Reaktionen deinen Körpers kommen. Die gängigsten sind Kopfschmerzen, Entgiftungserscheinungen über die Haut und/oder veränderter Stuhlgang (Farbe, Konsistenz, Häufigkeit). Ich würde dir empfehlen einen guten Heilpraktiker oder Arzt zur Begleitung dieser Phase aufzusuchen, wenn du dir unsicher bist, damit du eventuelle unangenehme Überraschungen verstehen und besser aushalten kannst.

 

  1. Wie geht’s mit heute mit der MS?

 

Ich habe ja keine Multiples Sklerose, da das eine erfundene Krankheit, für diverse unerklärlich auftretende Symptome, in meinen Augen ist, die nur eine ungünstige Verkettung von schlechten Angewohnheiten existiert. Mir ging es nie besser! Ich fühle mich fit, gesund und glücklich! Ich war noch nie so zufrieden, wie im letzten dreiviertel Jahr. Ich habe kaum noch richtige Scheißtage, ich komme mit meinen körperlichen Beeinträchtigungen gut parat (ein paar Beeinträchtigungen haben die zwei “Schübe” ja schon hinterlassen, auch wenn man das nicht auf den ersten Blick sieht) und ich fühle, dass ich auf dem richtigen Weg bin, um diese Scheißkrankheit hinter mir zu lassen. Es gibt mittlerweile mehr Tage, an denen ich an meine Diagnose gar nicht denke, als andersherum. Mir ist es schon oft so ergangen, dass ich regelrecht zusammengezuckt bin, als mich jemand darauf ansprach, weil ich für mich das Thema soweit weggeschoben habe, dass es kaum noch eine Rolle in meiner Gedankenwelt spielt.

Mittlerweile bin ich soweit, dass mich sogenannte „schlimmere Fälle“ eher motivieren, als abschrecken, das mag jetzt für jemanden ohne Beeinträchtigung nicht nachvollziehbar klingen, aber wenn ich MS-Geschädigte sehe, denen es schlechter geht als mir (und das sind die Meisten), dann denke ich nur: das wird nicht mein Schicksal! Ich werde so nicht enden! Ich habe ein ganz klares Bild von mir vor Augen: ich tanze lachend und singend über eine Wiese und das in einen hohen Alter! — Ich kenne ein paar „Fälle“, die sich so mit ihrer Diagnose abgefunden haben und sich in ihr wiederfinden, dass sie sich gar nicht mehr vorstellen können, wie sie gesund aussehen könnten. Ich höre dann immer Sätze, wie z.B. „…das kann ich nicht, ich hab ja MS.“ Oder „…nee, das geht nicht, durch die MS kann ich das nicht…“ wenn man so die ganze Zeit denkt, ist es doch kein Wunder, dass man es auch nicht umgesetzt bekommt. Na klar, ist das nicht jeden Tag einfach und sicherlich muss man dazu auch die Eier(stöcke) in der Hose haben, um sich selbst in den Arsch zu treten, aber verdammt nochmal, wenn ich mich nicht selber aus dem Dreck ziehe, es macht doch kein anderer für mich!

Ich möchte nur jedem, der auch in einer Krankheit feststeckt sagen: du kannst da rauskommen, aber du musst es WIRKLICH WOLLEN! So abgedroschen diese Sätze von Oma immer klingen, es ist soo viel Wahren dran und das erkenne ich jetzt erst: „Der Wille versetzt Berge.“ und „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Das sind die Sätze, die mich dazu bewogen haben, daran zu glauben, dass mein rechtes Knie wieder irgendwann macht, was ich ihm sage, dass ich wieder normal Laufen kann und heute würde mir niemand auf den ersten Blick ansehen, dass ich eine Spastik im Knie habe, die mich manchmal echt Nerven kostet, aber ich lasse mich von Rückschlägen auch nicht niederknüppeln. Wenn es eben mal an einem Tag nicht so läuft (im wahrsten Sinne des Wortes), dann nehme ich das für den Moment hin, aber habe immer im Kopf: morgen ist wieder alles gut! Und siehe da: am Morgen darauf ist wieder alles gut! Man kann durch positive Selbstsuggestion so viel erreichen, nur man darf es nicht einfach paraphrasieren, man muss wirklich daran glauben und das mit jeder einzelnen Faser seines Körpers und seiner Seele, dann geht wirklich ALLES! Auch hierüber sollte ich vielleicht nochmal nen eigenen Beitrag machen, denn ich könnte hierüber noch stundenlang berichten.

 

  1. Wie habe ich mich verändert im letzten Jahr?

 

Ich sag jetzt: auf jeden Fall zum Positiven! Ich habe zu mir gefunden, habe meinen Weg entdeckt, habe tolle Aspekte zum durchleben und durchdenken kennen- und lieben gelernt, habe interessante Menschen getroffen, von denen mich nun einige immer noch begleiten, was ich sehr zu schätzen weiß.

Aber um mal konkret zu werden: ich habe für mich entdeckt, dass ich einen radikalen Jobwechsel (von der Sekretärin zur Heilpraktikerin) benötige und die damit verbundenen Weiterbildungen sind so unglaublich spannend und vielfältig, dass ich versuchen muss, mich nicht zu verlieren, weil ich vieles anfange, aber nix fertig bekomme, weil in der Zwischenzeit wieder etwas Neues und Spannendes auf mich zukam, was ich auch spannend finde…etc etc.. Ich habe also angefangen meinen Weg in die Naturheilkunde zu gehen, dann fragte mich auf einmal jeder Zweite, welche Behandlung ich später anbieten möchte. Darüber hatte ich mir bis jetzt noch gar keinen Kopf gemacht, aber wie das Schicksal es wollte, ist mir die Reflexzonentherapie entgegengekommen und ich gebe mich dieser nun fasziniert hin und steige immer tiefer in die Materie ein und gewinne immer mehr Erfahrung. Fast zeitgleich ergab sich, dass ich in Reiki eingewiesen wurde, was mich einen riesigen Schritt nach vorn gebracht hat und mir eine tolle neue Welt eröffnete. Die Puzzleteile fügen sich langsam aber stetig zusammen und ich bin guter Dinge, dass ich in ein paar Jahren ein gutes Gesamtpaket vorweisen kann, um meinen Patienten helfen zu können.

Durch die ganzen Erfahrungen, die ich machen durfte, bin ich noch ruhiger, gelassener und friedlicher geworden. Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich wäre vorher drei Mal die Woche kurz davor gewesen Amok zu laufen, das natürlich nicht, aber ich empfinde auch durch die Nahrungsumstellung eine tiefere Ruhe und bin friedvoller. Ich bin mir sicher, dass es daran liegt, dass ich kein Fleisch (und damit auch nicht mehr die Verzweiflung, Todesangst und all das Leid, was sich in den Muskelfasern der Tiere durch die Aufzucht, Haltung und das Schlachten überträgt) mehr zu mir nehme. Ich fühle mich einfach ringsum glücklich. Es ist ein unglaubliches Gefühl!

 

  1. Welche Themen sind für mich interessant geworden?

 

Also außer den Ernährungsthemen – was ja auch schon gefühlt über 100 sind – ist mein Interesse für ganz allgemeine Gesundheitsthemen stark gewachsen – was auch mindestens nochmal 200 verschiedene sind – und dann eben auch die ganze energetische Welt, die sich mir so peu a peu erschließt, was wiederum pro Tag ein Dutzend neuer Denkanstöße liefert. Es ist also ein niemals aufhörender Kreislauf geworden, ich komme mir ein wenig vor, wie beim Dominoday… nur dass es kein Ende zu geben scheint. Das ist aber alles durchweg positiv. Jedoch habe ich beschlossen, dass es manchmal besser ist, unwissend zu bleiben. Denn das Problem mit Wissen ist, dass du es oft nicht mehr verdrängen kannst und im Zweifel hast du zu viele Informationen über Alltägliches gesammelt, dass du gar nicht mehr das Leben genießen kannst, weil das Negative im Kopf dann überwiegt, also belese ich mich bewusst nicht (mehr/weiter) über einige Themen. Und ja, das finde ich prima.

 

  1. Was rate ich motivierten Menschen, die es mir gleichtun wollen?

 

Einfach anfangen! Machen! Ausprobieren! Und nich so viel auf andere Leute hören. Wenn du deine Ernährung von Mischkost auf einen erhöhten Rohkostanteil umstellen willst, dann mach es in deinem Tempo. Je mehr du Rohkost integrierst, desto besser. Du wirst schon merken, was dir bekommt, was dein Körper schlechter verarbeitet bekommt, welche Kombinationen dir gut tun und welche nicht. Veachte einfach nur, dass der Körper Rohkost schneller verdaut, als Gekochtes, also wenn du nicht ganz auf gekochte Mischkost verzichten möchtest, dann lass das deine letzte Mahlzeit sein (sonst gammelt dir der Salat auf der Mischkost weg und du bekommst Blähungen und möglicherweise Magen-Darmbeschwerden). Und bitte mach dir keinen Kopf bzgl. der ach so bösen und hochgeputschten Mangelernährung. Alles, was du nach der Umstellung isst, ist um Längen besser als das, was du vorher in dich reingestopft hast, also mach dir keinen Kopf darüber! Und wenn du tatsächlich mal ein klares Bild haben möchtest, dann geh zum Doc und lass ein Blutbild machen. Stress dich nicht, mach dich nicht verrückt, weil andere den Umstieg vielleicht schneller schaffen, die haben alle eine andere Vorgeschichte, eine andere Motivation, ein anderes Ziel. Mach DEIN Ding und mach es in DEINEM Tempo und ignoriere die dummen Sprüche, die kommen werden – und glaub mir, sie werden kommen. Seien es Fragen wie: Was kannst du überhaupt noch essen? Fehlt dir nicht was Warmes? Dann hast du ja nix mehr zum genießen? Lass die Leute reden! Niemand kann deinen Weg für dich gehen und niemand weiß, wo du herkommst und wo du hinwillst. Scheiß drauf, was die Freunde/Familie/Kollegen/Kommilitonen etc. labern… mach einfach dein Ding und genieße dein Leben!

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15 Comments for: Ein Jahr vegane Rohkosternährung – Ein Rückblick

Vivian

Liebe Sophia,

ich möchte Dir auch recht herzlich zu Deinem ersten Jahr mit der Rohkost gratulieren. Wir kennen uns jetzt seit etwa 3 Jahren und ich durfte Deinen Prozess, von der damals sehr niederschmetternden Diagnose bis zum heutigen Tag mit erleben. Am Anfang war ich sehr erschrocken, wie offen Du mit dem Thema umgegangen bist, aber inzwischen verstehe ich Deine Ansichten und Herangehensweise sehr gut. Da für mich Ernährung und Lebensweise immer eine bedeutende Rolle in der Medizin gespielt haben, habe ich Deinen Weg von Anfang an befürwortet und ich denke Du bist belohnt worden. Gerade am Anfang ist es schwer sich den Meinungen und Vorstellungen der Masse entgegenzusetzen. Man muss ziemlich radikal denken um das durchzuziehen und sich selbst zu “retten”.
Ich empfinde Dich als einen sehr erkenntnisreichen, intuitiven und inspirierten bzw. inspirierenden Menschen …. mit dem (um auf meine Vorrednerin einzugehen) hin und wieder mal die Pferde durchgehen… und das ist gut so! Anders geht es nicht aufwärts…. man muss sich zumindest versuchen der “Gedankensuppe” der Masse zu entziehen um eigene neue Wege zu gehen…. wie wir uns im Leben fühlen liegt an unserer Einstellung aber wie lange wir leben liegt nicht in unserer Hand.
Weiterhin viel Erfolg… ich bleibe dabei ;o) s.m.e.s.
Vivian

    vegane-rohkost.de

    Liebe Vivian,
    ich danke dir für deine lieben Worte! Ich weiß gar nicht, was ich dazu vor “Schreck” sagen soll. Ich bin ganz ergriffen. Ich werde weitermachen und immer, wenn ich solche Kommentare lese, motiviert es mich das ungemein, um meinen Weg weiterzugehen und Euch dran teilhaben zu lassen.
    Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße und nen dicken Knuddler
    Sophia

Susanne

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich anmaßen kann zu behaupten, dass jede Krankheit heilbar ist und wie man sagen kann “wer wirklich möchte, schafft es auch”. Welch ein Hohn für alle diejenigen, die schwersterkrankt sind oder schwerstkranke Angehörige haben, die tagtäglich kämpfen um zu Leben. Sagst du zu einem Krebserkrankten auch, du musst nur wollen, dann bist du geheilt? Wie schrecklich unsensibel kann man eigentlich sein?! Es mag jeder seine Meinung und Erfahrungen haben,aber zu behaupten, jede Krankheit ist heilbar, ist ein Schlag ins Gesicht für jeden, der betroffen ist, der tagtäglich kämpft, für jeden, der Angehörige aufgrund einer Erkrankung verloren hat obwohl gekämpft wurde. Solche festgefahrenen Meinungen wie die Deine sind nicht nachvollziehbar. Aber es ist natürlich möglich, dass du nie jemanden verloren hast, der gegen seine Erkrankung kämpfte, es wollte und dennoch starb. Vielleicht denkst du anders, wenn es bei dir im Umfeld mal so einen Fall gibt. Wirklich traurig, dass man solch eine Meinung vertritt. Vollkommen unmenschlich und verspottend.
Schäm dich!

    vegane-rohkost.de

    Liebe Susanne,
    vielen Dank für deine kritischen Worte. Zuerst: ich verspotte niemanden und unmenschlich sind meine Erfahrungsberichte auch nicht.
    Ich möchte dir dazu eine kurze sehr private Geschichte erzählen: Mein Onkel war seit seiner jüngsten Kindheit Diabetiker und spritzte seit seinem 6. Lebensjahr Insolin. Er bekam mit Anfang 40 einen Schlaganfall, der eine komplette linksseitige Lähmung zur Folge hatte, damit nicht genug musste ihm auch noch das linke Bein bis zum Knie abgenommen werden. Er ist am Ende jämmerlich mit kurz über 50 im Krankenbett monatelang dahingesiecht und letztendlich kläglich eingegangen. Das war nicht schön, wirklich nicht.
    Ich möchte gern erklären, dass ich meine Euphorie bezüglich meiner Aussage auf meiner höchst eigenen Erfahrung fußt und ich meinen Lesern gern Mut machen möchte auch einen harten vielleicht ungewöhnlichen Weg zu gehen, wenn er sich richtig anfühlt. Ich hab selbst eine wirklich richtig beschissene Zeit hinter mir, erst die Diagnose für ne unheilbare und unberechenbare Krankheit, dann 2x Kortisonstoßkuren kurz hintereinander, kalter Entzug, Nebenwirkungen ohne Ende. Es gab Zeiten, in denen mich mein Freund ins Bad tragen musste, weil ich dazu nicht selbstständig in der Lage war, in der ich schmerzerfüllt und tagelang weinend und depresiv im Bett lag, und kurz davor war mein komplettes Leben aufzugeben.
    Ich weiß allerdings auch, wie es ist durch diverse Literatur und Erfahrungsberichte motiviert zu werden und wieder Hoffnung zu haben und dann zu merken, dass der eingeschlagene Weg einen unglaublich positiv beeinflusst, es mit der Gesundheit vorangeht und du wieder Lebensfreude erfahren kannst.
    Du hast Recht, wenn du meinst, dass sicherlich nicht jeder durch seinen Willen geheilt werden kann, aber stunde meine pauschalisierte Aussage doch bitte meiner ganz persönlichen Euphorie, dass es bei mir und bei vielen anderen Menschen (mit denen ich in Kontakt getreten bin seit einem Jahr) funktioniert hat. Ich hatte nicht die Absicht dich oder jemand anderen zu verspotten. Ich möchte meinen Weg dokomentieren und freue mich über jeden, den ich begeistern kann.
    Herzlichst
    Sophia

    Marion

    Es gibt keine unheilbaren Krankheiten, es gibt nur unheilbare Menschen!

    Das ist ein super Spruch, wenn nicht der beste überhaupt! Es gibt eben immer Menschen, die eigentlich gar nicht wirklich gesund werden wollen, weil sie die Krankheit vielleicht brauchen und etwas bekommen, was sie als Gesunder nicht bekämen. Und wer in die Leidens- und Opferrolle geht, hat eh verloren.
    Wer mehr zu dieser ganzen Thematik wissen möchte, lese mal die Bücher von dem Rüdiger Dahlke. Der bringt es auf den Punkt.

      vegane-rohkost.de

      Liebe Marion,
      ich verschlinge auch alles von Rüdiger Dahlke 😉 — und ich danke dir für deine positive Nachricht :).
      Herzlichst
      Sophia

missarchimedesworld

Finde deine “Geschichte” sehr interessant und cool! Gratulation zu deinem 1.Jahr und dass es dir so gut geht! Ich probiere auch 75% meiner Tagesration roh zu gestalten, da es ich einfach glücklich macht.

Ganz liebe Grüße,
Missarchimedesworld

    vegane-rohkost.de

    Liebe Missarchimedesworld,
    vielen Dank für deine tollen Worte. Ich bin immer total begeistert, wenn ich andere damit erreiche. Es freut mich sehr zu lesen, dass du das Glücksgefühl durch Rohkost auch genießen kannst! Wieso bist du “umgestiegen” auf einen höheren Rohkostanteil?
    Liebe Grüße
    Sophia

Lara

Hallo Sophia, das klingt ja alles mega und super interessant!!! Wo machst du deine Heilpraktikerausbildung?? Ich hab auch grade eine angefangen und bin gespannt, wohin der weg mich führt!

    vegane-rohkost.de

    Liebe Lara,
    ich habe für für den Fernstudiengang an der Deutschen Heilpraktikerschule (in Leipzig) entschieden, das passt einfach am Besten in mein Lebenskonzept :). Ich wünsche dir viel Spaß auch bei den schwierigen Themen ;).
    Liebe Grüße
    Sophia

Anne

Vielen Dank für diese tolle Seite, das du anderen die Möglichkeit gibst an deine Erfahrungen teil zu haben. Ich habe auch MS und seit einem Jahr ernähre ich mich vegan mit vegetarischen Ausnahmen. Ich möchte nämlich keine Medi nehmen und habe nach anderen Möglichkeiten gesucht. Jetzt versuche auch ich seit Anfang des Jahres mehr Rohkost in meine Ernährung ein zu bauen. Deine Geschichte hat mich noch einmal mehr bestärkt es weiter zu versuchen und nicht auf die anderen zu hören die immer alles anzweifeln. Danke

    vegane-rohkost.de

    Liebe Anne,
    vielen Dank für deine motivierenden Worte 🙂 Ich kann dich wirklich nur ermutigen den Weg weiter zu gehen und zu schauen, wie es dir damit geht. Ich habe damit sehr gute Erfolge erziehlt und ich wünsche dir nur das Allerbeste! Es werden sich neue Horizonte eröffnen, die dir bei der Genesung helfend zur Seite stehen werden.
    Ich würde mich freuen, wenn du mich ab und an mal auf dem Laufenden halten würdest. bzw stehe ich dir auch gern bei Fragen Rede und Antwort!
    Liebe Grüße
    Sophia

      Anne

      Vielen Dank für das Angebot. Ich werde mich bei dir melden wenn ich fragen habe 🙂 Ganz lieben Gruß

jen

liebe sophia, danke fuer deinen Bericht! ich habe mich in vielen wider.gefunden . vor allem das mit der (auto)suggestion stimmt, denn wie sagte schon Coue : jede Krankheit ist heilbar, aber nicht jeder kranke. 🙂 i. dem sinne, es macht die kombi: richtige Ernhrung, der glaube., die seele nicht vergessen….und vor allem: gaaaanz viel selbstliebe!

    vegane-rohkost.de

    Liebe Jen,
    ich frue mich sehr über deine lieben Worte! Vielen Dank dafür!
    Herzlichst deine Sophia





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