37 Grad Körpertemperatur und warum es so wichtig ist_Teil 2

Der menschliche Körer versucht seine Kerntemparatur nach Möglichkeit immer stabil bei 37°C zu halten, da das die optimale Temeratur für unseren Stoffwechsel ist. Wenn jedoch seine Umgebung kälter oder wärmer ist, hat er ordentlich zu arbeiten, um sein Ziel zu erreichen. Wie das funktioniert möchte ich kurz erklären.

Allzu viel Spielraum gibt es nicht: Gerade mal um ein Grad soll die Körperkerntemperatur schwanken – egal ob der Mensch drückender Hitze oder klirrender Kälte ausgesetzt ist. 37 Grad beträgt der innere Wert, den es einzuhalten gilt. Andernfalls kommt der Stoffwechsel zum Erliegen, und empfindliche Zellstrukturen nehmen Schaden.

Doch nicht nur gegen sein äußeres Milieu muss der gleichwarme Organismus anregulieren, auch gegen sein inneres. Die Körperwärme entsteht durch Stoffwechselaktivität in den Organen und Muskeln. Heizt hohe Aktivität den Körper zu sehr auf, muss Wärme abgegeben werden. Droht hingegen bei äußerer Kälte zu starker Verlust von Wärme, muss sie gehalten werden. Beides erfolgt bedarfsweise über Mechanismen, die das Gehirn wie ein Thermostat steuert: Der Hypothalamus misst die Temperatur des Bluts. Weicht diese vom Sollwert ab, leitet dieser Gehirnbereich über vegetative Nerven Reaktionen ein, die Wärme abgeben, isolieren oder erzeugen.

Wärmehaushalt

Was passiert, wenn die Bluttemperatur unter 36,5 Grad Celsius sinkt?

Bei Wärmeverlust an eine kältere Umgebung kommt es zu Gegen­reaktionen: Die Wärmeabgabe sinkt. Muskelzittern erzeugt Wärme, die dem Temperaturverlust bei äußerer Kälte entgegenwirkt. Der Reflex wird bereits bei Erkaltung der Haut ausgelöst, um einem ­Abfall der Kerntemperatur vorzubeugen.

Wärmehaushalt

Die Hautgefäße werden enger gestellt. Das hält Wärme zurück, indem das Blut verstärkt in das Körperinnere verschoben wird. Die Haut wird blass und kalt.

Wärmehaushalt

Wie reagiert der Körper, wenn die Bluttemperatur 37,5 Grad Celsius übersteigt?

Droht Überhitzung, reagiert der Organismus mit Maßnahmen, die Wärme abgeben und kühlen.

Schwitzen kühlt die Haut, indem die abgegebene Flüssigkeit verduns­tet. Dieser Effekt greift bei hoher Außentemperatur oder starker Aktivität.

Wärmehaushalt

Weite Hautadern führen Wärme zur Körperoberfläche. Von dort wird sie über die Luft abgeleitet, wenn diese kälter als der Körper ist. Die Haut gibt auch Wärmestrahlung ab.

Kurzzusammenfassung:

Wenn uns kalt ist, fängt der Körper an auf Überlebensmodus zu stellen, damit größerer Schaden abgewendet werden kann. Jetzt stell dir vor, dir ist durchgänig etwas zu kalt (du musst es noch nichtmal wirklich merken, wenn du um 0,5°C unter der normalen Betriebstemparatur läufst), dann hat dein Körper durchweg mit dem Überlebensmodus zu kämpfen. Hier wird unter anderem die Verdauung von Lebensmitteln runtergedrosselt, was dazu führt, dass du nicht 100% deiner Nahrung verarbeiten kannst. Und das Thema Ernährung ist ja nur ein Thema, Unterkühlung betrifft unseren ganzen Körper und unser Stoffwechselsystem.

Außerdem habe ich schon oft den Ausspruch gehört: Krebs liebt Kälte. Selbst im Fokus gibt es einen Artikel dazu, in dem beschrieben wird, dass in zu kalten Gefilden die Krebszelen sich schneller vermehrten und Metastasen bildeten, als in einer Umgebung, die normal warm sei. Das mag auch eine Begründung dafür sein, dass es angeblich in Äquatornähe wesentlich weniger Krebspatienten gibt, als in den gemäßigten Klimazonen.

Also ich bitte Euch: schaut darauf, dass ihr immer warm genug seit, zieht euch im Zweifel noch n paar Sochen oder einen zweiten Pullover drüber. Es geht um eure Gesundheit!

Quelle: Apothekenumschau

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