Warum?

 Warum das Ganze hier?

sophia_1
Nun, ich begann mit einem kleinen Blog auf Facebook und ehrlich gestanden, er ist immer noch klein, aber sei es drum. Ich wollte gern meine Erfahrungen mit der Welt teilen, denn ich habe ein verrücktes Experiment gewagt: die Ernährungsumstellung auf vegane Rohkost.

Wie kommt man auf so eine doch nicht alltägliche Idee? Nun, dazu hole ich etwas aus, also duckt Euch lieber. Lange Story kurz erzählt: Im August 2013 hatte ich eine Sehnerventzündung, was in der Diagnose Multiples Sklerose mündete.

Solch eine Diagnose zieht dir erstmal den Boden unter den Füßen weg. Denn am Anfang weißt du nichts, weder was MS überhaupt ist, noch, was das für dein weiteres Leben bedeuten kann/wird. Und dann begreifst du, dass du die Ausmaße deiner Erkrankung sowieso nicht abstecken kannst, weil diese fiese Dreckskrankheit bei jedem Betroffenen ein anderes Gesicht zeigt. Das macht es nicht zwingend besser.

Im Gegenteil, das zieht dich erstmal richtig runter. Psychisch überstehst du so eine Zeit nicht unbeschadet. Jedenfalls habe ich mit keinem Leidensgenossen gesprochen, der nicht wenigstens für ein paar Wochen in einer Depression gefangen war. Die Ärzte wollen und können dir nicht helfen, denn es gibt kein „Schema F“, nachdem man sagen kann: in diesem Zeitraum geschieht das und nach solch einer Zeit jenes…Pustekuchen… Irgendwann habe ich aber für mich beschlossen, dass das genau meine Chance sein kann. Ich habe – nur durch meinen Optimismus und Lebenswillen und die unerschöpfliche Liebe meiner Familie und Freunde – es geschafft dieser verdammten Situation etwas Gutes abzugewinnen. Ich begann es als Chance zu sehen, mein Leben mal wieder in eine Bahn zu bringen, die mehr meinem eigentlichen ich entspricht.

sophia_3Doch, noch einmal einen kleinen Schritt zurück. Das Jahr 2013 war auch für mich ein sehr ereignisreiches. „Ich trenne mich von allem was mir nicht gut tut“, so war jedenfalls meine Devise seit dem Frühjahr. Dass das Schicksal gleich noch meine Gesundheit dazu gezählt hat, war etwas fies, aber nun nicht mehr zu ändern. Ich trennte mich zuerst von meinen 4 Weisheitszähnen, dann von meinem damaligen Mann, zog um, entmüllte meinen Freundes- und Bekanntenkreis und verliebte mich neu. Ein riesen großes, tiefempfundenes Dankeschön (schon einmal an dieser Stelle), an die Liebe meines Lebens, denn ohne ihn, hätte ich die schwerste Zeit meines bisherigen Lebens niemals so gut überstanden! Danke, mein Lieblingsmensch, ich liebe dich sehr!

Zurückblickend kann ich nachvollziehen, wieso mein Körper die Notbremse gezogen hat, spätestens nach der Trennung von meinem Ex, habe ich meinem Körper sehr ungerecht behandelt…ich habe mich quasi 3 Monate fast ausschließlich von Zigaretten und Wein ernährt…Nahrungsmittel im Sinne von regelmäßigem Essen war eher die Ausnahme…das kostete mich mal locker 10kg meines Körpergewichts – nicht, das ich dagegen was gehabt hätte. Aber das kombiniert mit dem psychischen Stress der Trennung und der anstehenden Scheidung und dem Stress auf Arbeit waren einfach  zu viele Herausforderungen.

Der erste Schub war, wie bereits erwähnt, eine Sehnerventzündung. Nach diversen Untersuchungen landete ich im Krankenhaus und bekam 3 Tage Kortison intravenös. Damit ging die eigentlich viel größere und vor allem langwierige Leidensgeschichte los. Durch das Nichteinhaltens der Warnung des Arztes: „Schonen Sie sich bitte.“ (schlecht, wenn man eine Woche später umziehen muss), saß ich 3 Wochen später beim Neurologen und wegen dem damals noch blinden Vertrauen in die Weißkittel, bekam ich wieder 3 Tage Kortison intravenös. Das gab mir rückblickend gesehen, den Rest. Jetzt fing das Elend erst richtig an. Durch die schulmedizinische Behandlung kam meine Neurodermitis wieder, mein Immunsystem war durch die Kortisongaben nun völlig am Boden und ich hatte nicht nur mit Verdauungsbeschwerden zu kämpfen. Ich machte einen kalten Kortisonentzug durch mal unter uns Gebetsschwestern: das macht man freiwillig nur einmal durch, ich hab wirklich gedacht, ich gebe jeden Moment den großen Suppenlöffel zurück. Solche Schmerzen und solches (gelinde ausgedrückt) Unwohlsein hatte ich noch nicht erlebt in meinem Leben und ich werde es hoffentlich auch nie wieder erleben!

sophia_2Als ich die Phase des kalten Entzugs, des nicht-alleine-Laufen-könnens und diverser anderer Widerlichkeiten hinter mir hatte und ich wieder anfing etwas durch die Anti-Depressiva-Mittel-Matschkopfwolke zu denken und nachzufragen, begann ich zu recherchieren. Diesmal durchforstete ich das Internet jedoch nicht nach den schlimmen Erfahungsberichten anderer MS-Patienten, sondern begann nach Lösungen zu suchen. Hierbei stolperte ich über diverse Berichte von Betroffenen, die durch eine, wie ich damals noch fand, extreme Ernährungsumstellung ihre Symptome schwächen konnten oder sogar symptomfrei sind. Und hier ging es nicht nur um MS, sondern auch um Krebspatienten und andere Menschen, mit ähnlich fiesen Krankheiten. Es ging mir primär eigentlich um die fiese Neurodermitis, die mich weder schlafen lies, noch im wachen Zustand erträglich war. Ich entdeckte Homepages von anderen Betroffenen, die durch diverse „Diäten“ die Neurodermitis erträglich werden ließen oder gar besiegten. Und dann war es irgendwann so weit, nach diversen Büchern, Blogs und Berichten fasste ich am 19. März 2014 den Entschluss: Ab morgen stelle ich um auf vegane Rohkost!

Seit dem ist das Experiment vegane vollwertige Rohkost für mich der Beginn in ein noch neueres Leben. In ein Leben, das mich näher wieder zu mir, meiner Umwelt, aber auch meinem inneren Schweinehund gebracht hat. Was sich seit dem alles geändert hat? Hui, das is ne ganze Menge. Aber um hier mehr Infos über diesen Weg zu erhalten, lege ich Euch meinen Blog ans Herz. Hier halte ich Euch so oft mir danach ist, auf dem Laufenden. Mittlerweile gibt es auch einen Oberküchenfaultier-Foodblog und einen YouTube Kanal, wo ich euch regelmäßig berichte.

Ich hoffe, ich habe Euch etwas neugierig gemacht und vielleicht auch ein bisschen Mut, denn: meine Neurodermitis und die Verdauungsprobleme sind Geschichte und den Rest schaffe ich auch noch ;). Als kleiner Nachtrag: ich bin seit Sommer 2014 schubfrei: ohne schulmedizinische Medikamente einzunehmen und auch den letzten Schub davor habe ich mit Alternativmedizin großartig behandeln können und habe weniger Symptome zurückbehalten, als manch anderer.

hier noch ein kleiner Steckbrief von mir:

Name: Sophia

Baujahr: 1983

MS-Diagnose seit: Q4 2013

veganer vollwertiger Rohköstler seit: 20. März 2014

Berufung: Heilpraktiker (…es wird ein langer Weg, aber ich freu mich aufs Ziel!) und bis dahin bin ich als Ernährungs- und Lebensberater deine Unterstützung, wenn du magst

Share

Besucher auf der Seite

Jetzt online: 3
Gesamt seit 18. Januar 2015: 245800

© Mein Weg in die Gesundheit 2017 - Copyright by Sophia Kröhner || Die Beratung bei mir möchte an die Eigenverantwortung sich selbst gegenüber appellieren und ersetzt nicht den Weg zum Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen.

Facebook
Facebook
YouTube
YouTube
Pinterest
Pinterest
Google+
Google+
Instagram
SHARE